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Flugbericht – FlyEgypt B737-800 Economy Class

Chipsi 0

Zuletzt aktualisiert am 26. Juli 2020

FlyEgypt Boeing 737-800 Economy Class von Linz (LNZ) nach Hurghada (HRG) und retour

In diesem Beitrag möchte ich Euch über mein Erlebnis an Bord des ägyptischen Ferienfliegers berichten.
Eines kann ich jedoch gleich vorweg sagen – überzeugt hat mich diese Fluggesellschaft leider nicht.

Die Flugdetails

Die Flugroute. © Gcmap.com
  • Airline: FlyEgypt
  • Luftfahrtallianz: Keine
  • Meilen gesammelt: Miles & More Meilen
  • Flugzeugtyp: Boeing 737-82R
  • Abflughafen: Linz (LNZ) / Hurghada (HRG)
  • Zielflughafen: Hurghada (HRG) / Linz (LNZ)
  • Flugnummern: FT3042 / FT3041
  • Flugzeit: 3h 54min
  • Reiseklasse: Economy Class

Die Buchung

Die Buchung meines Hin- & Rückfluges mit FlyEgypt in den ägyptischen Badeort am Roten Meer erfolgte über ein Reisebüro, da mir hier der günstigste Preis geboten wurde.
Da ich die Rechnung anschließend mit meiner Austrian Miles & More World Mastercard Platinum beglich, konnte ich hierfür immerhin ein paar Miles & More Meilen sammeln.
Durch Flüge mit FlyEgypt ist es leider nicht möglich Meilen zu sammeln, da diese Airline keiner Luftfahrtallianz angehört und auch mit keinem Vielfliegerprogramm kooperiert.

Der Check-in

Der Check-in verlief sowohl am Linzer Flughafen als auch am Hurghada International Airport schnell und unkompliziert. Es standen auf beiden Airports zwei Check-in Schalter zur Verfügung.
Bei FlyEgypt sind pro Person ein 23kg Aufgabegepäckstück sowie ein 7kg schweres Handgepäckstück im Ticketpreis inkludiert.
Habt Ihr keine Sitzplätze reserviert, so werden Euch nun Plätze zugewiesen bzw. könnt Ihr noch freie Plätze auswählen. Ich hatte allerdings im Vorfeld bereits per E-Mail eine Sitzplatzreservierung vorgenommen – für diese fällt jedoch eine Gebühr von 15 EUR pro Personen und Richtung an. Diese ist am Check-in Schalter zu entrichten. Anschließend ging es wie üblich durch die Sicherheitskontrolle und eine Passkontrolle.

Das Bording

Das Bording startete an beiden Flughäfen pünktlich und es werden alle Passagiere gleichzeitig zum Einsteigen aufgerufen. Auch wenn ich glücklicherweise nicht zu diesen Personengruppen zähle, fand ich es etwas unprofessionell, dass es kein priorisiertes Bording für Menschen mit Beeinträchtigungen gab.

Wie man auf den Bildern sehen kann, hatte die Maschine auf beiden Airports eine Vorferldposition.
Dies hatte auch zur Folge, dass der Jet über zwei Türen gebordert werden konnte.
Beim Betreten des Flugzeuges, sammelte ich jedoch leider schnell einen weniger positiven Eindruck von der Kabinenbesatzung – denn diese war an Stelle von einer freundlichen Gästebegrüßung mit privaten Gesprächen beschäftigt.

Die Kabine und der Sitz

Auch der Anblick der Kabine konnte mich nicht positiv stimmen, denn zum einen merkte man sehr schnell das höhere Alter der Boeing und zum anderen war die Kabine auch nicht sauber.
Da FlyEgypt, wie bereits erwähnt, eine Charterfluggesellschaft ist, ist das Flugzeug mit nur einer Reiseklasse ausgestattet – nämlich der Economy Class.
Wie für eine B737 üblich, ist die Economy Class in einer 3-3 Bestuhlung angeordnet.

Wie Ihr sehen könnt, sind die Ledersitze in einem sehr dunklen Grau mit weißem Kopfbereich und roten Sicherheitsgurten gestaltet. Allerdings sind die Lederbezüge schon ziemlich abgenützt und auch die weißen Kopfstützenbezüge sind weniger hygienische Tücher. In einem ebenso schmutzigen und unhygienischen Zustand waren die Sitzgurte.
Was den Sitzkomfort anbelangt, so lassen sich zwar die Armstützen ab der 2. Reihe hochklappen, die Rückenlehnen sind jedoch nicht verstellbar. Was ich allerdings nicht erwartet hatte und mich auch positiv überrascht hat, war die vergleichsweise gute Beinfreiheit.

Die Rückseite des Vordersitzes.

An der Rückseite des Vordersitzes befindet sich ein kleines Fach in dem sich die Safety Card und eine Spucktüte befinden. Direkt darunter ist ein Klapptisch angebracht, welcher sich aber nicht nach vorne oder hinten verschieben lässt. Eine weitere Sitztasche unter dem Tisch gibt es nicht. Die einzigen Verstaumöglichkeiten sind somit die Over-Head-Compartments bzw. der Raum unter dem Vordersitz.
Sitzt Ihr in der ersten Reihe, so befindet sich der Tisch in der Armlehne und eine Tasche an der Wand.

Woran man allerdings das Alter der Kabine wieder merkte, war am etwas desolaten Zustand der Sitzverkleidungen. So war z.B. an meinem Sitz der Tisch gebrochen und das Fach ausgerissen.

Über jeder Sitzreihe befindet sich ein Overhead-Panel über welches Ihr die Leselampen steuern könnt und ein Besatzungsmitglied herbeirufen könnt.
Nach dem wir unsere Reiseflughöhe erreicht hatten, erhielten wir ein Einreiseformular welches bis zur Ankunft in Hurghada ausgefüllt werden musste.

Das Inflight Entertainment System

An Bord der FlyEgypt Maschinen ist kein Unterhaltungssystem verbaut, was ich bei einem Charterflieger aber auch nicht erwartet habe. Was mich jedoch schon etwas verwundert hat ist, dass es – angesichts der knapp 4 Stunden Flugzeit – auch keine Magazine zum Lesen gab.
Die “On-Board” Unterhaltung beschränkt sich somit auf die Safety Card bzw. dem Blick aus dem Fenster.
Was ich damit sagen will ist, dass Ihr Euch unbedingt eine Beschäftigung mit ins Flugzeug nehmen solltet.
Wer sich mit seinem mobilen Endgerät beschäftigen möchte sollte jedoch beachten, dass die Sitzreihen über keine Steckdosen verfügen. Ebenso gibt es natürlich auch kein “On-Board-WiFi”.

Der Service

Der “Service” auf meinem 4 Stunden Flug nach Hurghada.

Nach ca. 1 Stunde Flugzeit wurde mit dem Service begonnen – sofern man diesen Vorgang als solchen bezeichnen kann. Denn bei dem einzigen inkludierten Getränk handelt es sich um einen Becher Wasser, welcher von der Kabinenbesatzung eher unmotiviert ausgeteilt wurde.
In weiterer Folge erhielten wir auch eine Menükarte, aus welcher man noch Sandwiches, Snacks, Getränke und zollfreie Waren kaufen konnte. Ich selbst habe zwar nichts davon gegessen, jedoch hörte ich von anderen Passagieren, dass die Sandwiches geschmacklos und definitiv auch schon mehrere Stunden (wahrscheinlich wurde der Jet in Hurghada für einen Hin- und Rückflug beladen) an Bord sind.
Wer außer dem bereits ausgeteilten Wasserbecher noch etwas trinken möchte, muss sich an die Besatzung in der Galley wenden. Hier bekam ich zwar einen weiteren Becher mit Wasser, wurde aber auch gefragt, warum ich kein Getränk kaufen möchte.
Was mir auch ziemlich negativ auffiel und ich auch für keine professionelle Gästebetreuung halte war, dass sich die Cabin Crew – bis auf den kurzen “Service” – nicht in der Kabine blicken ließ, sondern sich hinter den zugezogenen Vorhängen in der Bordküche aufhielt.
Während der gesamten Flugzeit kam kein Flugbegleiter durch die Kabine und erkundigte sich nach dem Wohl der Passagiere, geschweige denn wurde der Mist eingesammelt.

Die Waschräume

Die Boeing 737-800 ist insgesamt mit 3 Waschräume ausgestattet – einer vorne und zwei im Heck der Maschine. Hierbei handelt es sich um enge Standardwaschräume wie man sie in einer B737 kennt.
Leider riss auch hier mein bis lang eher negativer Eindruck dieser Fluggesellschaft nicht ab.
Dies lag vor allem daran, dass die Toiletten kaum gereinigt waren und somit ziemlich unhygienisch sind.
Was mich auf Grund der schlechten Hygiene der Toiletten am meisten störte war, dass es keine Papierauflagen für den WC-Sitz gab. Ihr findet nämlich nur Seife, Händedesinfektionsmittel, Raumduft, Toilettenpapier und Papiertaschentücher vor. Ebenso steht zum Händewaschen nur kaltes Wasser zur Verfügung.

Nach der Landung

Angekommen in Hurghada.

Nachdem wir unsere Parkposition erreicht hatten, konnte das Flugzeug wieder über zwei Türen verlassen werden. Eine freundliche Verabschiedung der Gäste gab es allerdings auch nicht.

FlyEgypt B737-800 Economy Class – Chipsitravel Kommentar

Zusammengefasst muss ich leider sagen, dass ich die beiden 4 Stunden Flüge nicht wirklich angenehm fand. Dies lag zum Einen am eher weniger guten Sitzkomfort, zum Anderen aber auch an der schlechten Gästebetreuung. Ich persönlich kann daher FlyEgypt leider nicht wirklich weiterempfehlen und würde selbst auch andere Airlines für eine Reise nach Ägypten bevorzugen. Selbst eine Umsteigeverbindung mit einem anderen Carrier würde ich persönlich bevorzugen.
Wer jedoch lediglich “irgendwie” in den wohlverdienten Urlaub am roten Meer fliegen möchte und keinen Wert auf Komfort und Service legt, für den wird FlyEgypt bestimmt ausreichend sein.


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